| Zwei ganz stark für Weltnierentag 2009 engagiert |
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Das Bild trägt den Titel „Hinterm Horizont geht’s weiter“ – was sowohl das Lebensmotto von Udo Lindenberg als auch das seines Doubles ist. Rudi Wartha ist ein echter Lebenskünstler, was den Umgang mit der Erkrankung und der Dialyse betrifft. Als er mit 30 Jahren von seiner fortschreitenden Nierenerkrankung erfährt und ein paar Jahre später dialysepflichtig wird, nimmt er sein Schicksal an. Mit der Bauchfelldialyse (auch Peritonealdialyse, kurz PD) geht es für ihn „hinterm Horizont immer weiter“. Er nutzt die Möglichkeit, die Dialyse fern eines Dialysezentrums viermal täglich selbst durchführen zu können, und geht mit Udo Lindenberg auf Tour. Er fühlt sich – im Rahmen der Erkrankung – frei und flexibel. Als nach fünf Jahren das Bauchfell keine PD mehr zulässt, wechselt er zur Hämodialyse (kurz HD). Auch daraus macht er das Beste: Sein behandelnder Nephrologe und dessen Team stellen ihm nun vor Tour-Beginn immer einen Übersichtsplan der Dialysezentren in unmittelbarer Nähe der Konzerthäuser zusammen. Dass er jetzt drei Tage pro Woche mehrere Stunden in einem solchen Zentrum verbringt, versucht Rudi Wartha ebenfalls positiv zu sehen: Am Wochenende hat er dialysefrei – genügend Zeit für einen ausführlichen Angelausflug. Seit fünf Jahren wartet der lebensfrohe Rudi Wartha auf eine Organspende. Das wäre sein Traum. Jetzt hofft er erst mal, dass der Weltnierentag viele ermuntert, kleinsten Anzeichen für eine Nierenerkrankung nachzugehen, und dass die Gesetzeslage für Transplantationen der einiger anderer europäischer Länder bald angeglichen wird. Dort ist eine Organentnahme grundsätzlich erlaubt, wenn ihr nicht vorher ausdrücklich vom Verstorbenen widersprochen wurde. Der „Auftritt“ von Rudi Wartha und das Gemälde von Udo Lindenberg für den Weltnierentag lockten zahlreiche Journalisten aus Print, Rundfunk und Fernsehen zur Pressekonferenz. Rockstar und Double machten den Themenkomplex „Nierenversagen und -ersatzverfahren“ konkret und anschaulich. Prof. Dr. med. Reinhard Richard Brunkhorst, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie und deren Pressesprecher Prof. Dr. med. Jan Galle sowie Dr. med. Jochen Selbach, behandelnder Nephrologe von Rudi Wartha vom Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, lieferten im Rahmen der Veranstaltung weitere Hintergründe für die Aufklärungskampagne „Blutdruck senken – Nierenfunktion erhalten“ zum Weltnierentag: Etwa jeder 10te Bundesbürger leidet an einer chronischen Nierenerkrankung – meist ohne es zu wissen, da sie zunächst beschwerde- und symptomfrei verläuft. Diabetes mellitus und Bluthochdruck sind in zwei Dritteln aller Fälle die Ursache. Die Mediziner empfahlen den regelmäßigen Check von Blut und Urin beim Hausarzt, bei Verdacht auf eine Nierenerkrankung die Überweisung an einen Nephrologen. Patienten mit Nierenfunktionsstörungen sollten den Blutdruck streng kontrollieren. Er sollte 125/75 mmHg nicht überschreiten. Neben der Pressekonferenz und der Versteigerungsaktion des Udo-Lindenberg-Gemäldes hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie 400.000 Flyer und 30.000 Plakate zum Thema des diesjährigen Weltnierentags „Blutdruck senken – Nierenfunktion erhalten“ drucken lassen. Sie wurden in Kooperation mit zehn Landesapothekerverbänden für die Bevölkerung kostenlos in Apotheken ausgelegt und aufgehängt. Elisabeth Illius, Hamburg, 4.3.09 |
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Udo Lindenberg und sein Double Rudi Wartha unterstützen Aufklärungskampagne der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.